Lichterkette

Gefahr durch Lichterketten

In einem Artikel der Stiftung Warentest wird vor der Gefahr gewarnt, die von vielen Lichterketten vor allem in der Adventszeit ausgeht. In einer Untersuchung der EU-Kommission auf Sicherheitsmängel bei diesen Beleuchtungen fiel fast jedes dritte Exemplar durch. Dieses Ergebnis bestätigt  frühere Untersuchungen der Stiftung Warentest, bei denen ebenfalls einige Produkte als ‘mangelhaft’ bewertet worden waren.

So wurden jetzt  bei 16 von 100 untersuchten Lichterketten in Deutschland schwerwiegende Sicherheitsmängel festgestellt- lediglich 11 der 100 Produkte galten als vollkommen unbedenklich. Laut Stiftung Warentest war fast ein Viertel der Weihnachtsbeleuchtungen von derart schlechter Verarbeitungsqualität, dass eine ernsthafte Brandgefahr von ihnen ausgeht. Die Gefahr eines Brandes entsteht vor allem durch die Verwendung zu dünner Drähte im Verhältnis zu dem Strom, den sie leiten sollen. Dadurch erhitzen sich die Drähte und können sich schlimmstenfalls entzünden und einen Brand auslösen. Zu dünne Drähte bergen aber noch eine andere Gefahr: sie reißen leicht und bei Berührung der offen liegenden Leitungen droht ein Stromschlag. Ein weiteres Sicherheitsrisiko sind schlecht isolierte und verarbeitete Ketten- dies stellte die Europäische Kommission ebenfalls bei einem Viertel der getesteten Produkte fest.

Bemängelt wurde auch, dass jedes dritte Modell ohne Bedienungsanleitung oder technische Hinweise auf den Markt kam. Fatal könne es beispielsweise werden, wenn der Hinweis fehle, dass man defekte Lämpchen austauschen sollte, sofern Ersatzlämpchen beiliegen. Werde dies unterlassen, könne sich die Kette überhitzen und einen Brand auslösen.

Diese Ergebnisse bedeuten jedoch nicht, dass man auf eine gemütliche Weihnachtsbeleuchtung verzichten muss. Die Stiftung Warentest weist auf einige Punkte hin, die man beim Kauf und Betrieb beachten sollte, damit das Fest nicht in einem Fiasko endet. So sollte man beim Kauf schon darauf achten, welche Leistungsaufnahme vom Hersteller angegeben sei. Vierzig Watt seien schon ‘reichlich viel’ für eine fünf Meter lange Kette- Produkte ohne Leistungsangabe solle man überhaupt nicht kaufen. Auch ein Prüfsiegel, gemeinsam mit der exakten Nennung des Herstellers, könnten zu mehr Sicherheit beitragen. Beim Betrieb sollte auf Dekorationen aus Papier, Filz, Lametta oder Engelshaar verzichtet werden- all diese Materialien können sich entzünden und einen Brand oder einen Kurzschluss auslösen. Beim Verlassen der Wohnung sollte man die Beleuchtung komplett abschalten- erstens aus Stromspargründen, zweitens, weil man damit einen unbemerkt sich entfachenden Brand verhindern kann. Wer möchte schon an Weihnachten in eine Wohnung zurückkommen, die nicht mehr als solche zu identifizieren ist?

Im Kinderzimmer sollten nur Weihnachtsketten mit Batteriebetrieb benutzt werden. Alternativ könne man auch Ketten mit Trafo einsetzen, da diese maximal 24Volt benötigten und daher ungefährlich seien, so Stiftung Warentest. Wer seine Terrasse oder den Garten stimmungsvoll beleuchten möchte, sollte vorab darauf achten, dass das Produkt für den Außenbereich geeignet ist. Die Kennzeichnungen IP44, IP54 und IP64 bestätigen, dass der Trafo spritzwassergeschützt ist.

Insgesamt ist zu beachten, dass Lichterketten keine Produkte für die Ewigkeit sind. Defekte Isolierungen oder ein überlasteter Trafo können prinzipiell nicht repariert werden. In diesen Fällen sollte die Kette besser entsorgt werden, anstatt sich und die anderen einem Sicherheitsrisiko auszusetzen. Dies gilt auch für den Fall, dass einzelne Lämpchen ausfallen- gibt es hier keinen Ersatz, so wird die Gesamtleistung auf die noch intakten Lämpchen verteilt, wodurch sich das gesamte Produkt immer mehr erhitzt. Auch hier sollte man die Kette beherzt entsorgen, anstatt ein unnötiges Risiko einzugehen.

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